Über Suisse ePolice

Die Kantonspolizei Bern hat im Jahre 2009 eine GATT/WTO-Ausschreibung für einen virtuellen Polizeiposten durchgeführt. Den Zuschlag für die Umsetzung des Vorhabens erhielt die Firma Netcetera. Zur gleichen Zeit haben der Bund und die Kantone beschlossen, die Harmonisierung der Polizeiinformatik in der Schweiz (HPI) voranzutreiben. In der Folge hat die Kantonspolizei Bern beschlossen, die eigenen Projektaktivitäten zugunsten eines gemeinsamen HPI-Projektes einzustellen. Das HPI-Projekt Suisse ePolice konnte auf den bis dahin erarbeiteten Projektergebnissen aufbauen. 

Die Polizeikorps der Kantone Bern, St. Gallen, Zug und Zürich (Kapo ZH seit 2010; seit 2011 auch die Stapo Zürich) haben sich als Vorreiter für die weiteren Projektarbeiten zur Verfügung gestellt und ein Grobkonzept erarbeitet.

Im Grobkonzept wurde eine visionäre „Maximallösung“ für Suisse ePolice beschrieben, also eine eher langfristig zu erreichende Lösung. Aufgrund der damit verbundenen grösseren organisatorischen Herausforderungen und auch aufgrund der damit zu erwartenden Investitions- und Betriebskosten konnte diese Maximallösung nicht direkt realisiert werden. Der Projektausschuss Suisse ePolice hat daraufhin entschieden, mit einer Kernlösung, welche modular bis zur Maximallösung erweiterbar ist, zu starten.

Mit dem Projekt Suisse ePolice werden der Bevölkerung polizeiliche Dienstleistungen via einem Internetportal zur Verfügung gestellt. Dieser virtuelle Polizeischalter kann von den Benutzenden jederzeit von einem Internetzugang aus in Anspruch genommen werden.

Die Plattform Suisse ePolice generiert sowohl für den Nutzer (Bürger, Wirtschaftsvertreter) wie auch für die Polizei einen Mehrwert.

Nutzen aus Sicht des Bürgers und des Wirtschaftsvertreters:

  • Jederzeit und überall 7 x 24 h Zugriff – Unabhängigkeit (kein Gang zum Polizeiposten nötig, keine Wartezeiten)
  • Transparenz bei der Fallerfassung
  • Verkürzung der Fallerfassung / Zeitersparnis
  • Modern / zukunftsgerichtet
  • Informativ
  • Einheitlichkeit

Nutzen aus Sicht der Polizei:

  • Hohe Abwicklungseffizienz im Massengeschäft
  • Reduktion von administrativen Tätigkeiten, dadurch Schaffung von Kapazitäten für die Kernaufgaben der Polizei
  • Flexibilität in der Fallabwicklung
  • Stärkung des Images der Polizei: bürgerorientiert und modern integriertes System

Seit dem Going Live der Kernlösung von Suisse ePolice im Oktober 2013 können durch den eKunden nebst Informationen zur Polizei und zu Suisse ePolice die Ereignisse

  • Fahrraddiebstahl
  • Kontrollschildverlust/Kontrollschilddiebstahl
  • Sachbeschädigung

über die Plattform gemeldet werden. Zudem werden folgende zwei Formulare der Waffenplattform (WPF) über Suisse ePolice abgewickelt:

  • Waffenerwerbsschein
  • Bewilligungspflichtiger Waffenerwerb

Aktuell haben folgende Kantone Suisse ePolice aufgeschaltet:

  • Kanton Zürich
  • Kanton Bern
  • Kanton Zug
  • Kanton St. Gallen
  • Kanton Freiburg
  • Kanton Schaffhausen
  • Kanton Neuenburg
  • Kanton Appenzell-Ausserrhoden
  • Kanton Basel-Landschaft
  • Kanton Solothurn
  • Kanton Graubünden
  • Kanton Thurgau
  • Kanton Basel-Stadt